Kunstrichtung Pop Art

Unter Pop Art wird eine Kunstrichtung verstanden, die in den 1950er Jahren unabhängig voneinander in England und den USA aufkam. In den 1960er Jahren wurde sie zur vorherrschenden Kunstrichtung Europas und der USA. Grundsätzlich versteht sich Pop Art als eine Abkehr von den intellektuellen Inhalten der abstrakten Kunst der vorangegangenen Jahrzehnte und setzte sich mit trivialeren Inhalten auseinander. Motive der Alltagskultur oder der Werbung und deren isolierte Darstellung, Verfremdung oder Weiterverarbeitung stehen in ihrem Zentrum.

Zwei bedeutende Richtungen dieser Kunstform gingen mit anderen philosophischen Ansätzen an die Kunst und das, was sie ausdrücken soll, heran. Zum einen existierte eine Begeisterung für den wachsenden Wohlstand und Konsum, als sich die Weltwirtschaft von den Auswirkungen des zweiten Weltkrieges erholte. Als Reaktion hierauf kam jedoch auch eine kritische Sicht der neuen Konsumgesellschaft auf, was vor allem in den USA mit den generellen gesellschaftlichen Umbrüchen (z.B. die Hippie-Bewegung) einherging.

Als “Gründerväter” der Pop Art gelten Richard Hamilton in England sowie Richard Lindner in den USA. Vorangegangene Einflüsse werden zudem in den Werken von Jasper Johns und Robert Rauschenberg gesehen. Zu den bekanntesten Künstlern zählen jedoch zum einen Andy Warhol, der durch seine Siebdrucke (z.B. der sehr berühmte “Marilyn Diptych”) bekannt wurde, sowie die comicartigen Bilder des Roy Lichtenstein (“The Kiss”). Auch in der Musik fand diese Stilrichtung ihren Niederschlag, wie z.B. in den eigentümlichen Werken des Warhol-Projektes The Velvet Underground. Die Künstler Claes Oldenburg und dessen Ehefrau Coosje van Bruggen erlangten Berühmtheit durch das Nachbilden von Gegenständen aus weichem Material, wie z.B. “Inverted Collar and Tie”, aufgestellt in Frankfurt am Main.

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